Text aus dem Buch

                                                                                                              Die Janus-Achse >>


 

Die Wannseekonferenz

 

Sonne, Pluto & Mars auf der Janus-Achse

 

- Die Konferenz, zu der der SS-Obergruppenführer und stellvertretende Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich am 20. Januar 1942 in die von ihm okkupierte Villa am Berliner Wannsee geladen hatte, und zu der fünfzehn wichtige Funktionsträger der SS und der NSDAP erschienen, ging erst später als Wannseekonferenz, verbunden mit dem Begriff der Endlösung als Umschreibung der Vernichtung der europäischen Juden in die geschichtliche Rezeption ein.

 

- Tatsächlich hatte es im Vorfeld schon eine Reihe von Verlautbarungen, Beschlüssen und Weichenstellungen gegeben, mit denen der Massenmord eingeleitet worden war. Die Besonderheit der Wannseekonferenz lag darin, dass hier erstmals auf interner Ebene und betitelt als Geheime Reichssache eine umfassende Regelung und Absichtserklärung zum Genozid verabschiedet wurde. So wurde etwa die Gesamtzahl der Juden, die der Endlösung zugeführt werden sollten, in den besetzten und noch zu erobernden Gebieten Europas, einschließlich des europäischen Teils der Türkei und der UDSSR detailliert aufgelistet und am Ende im Protokoll mit "zusammen über elf Millionen" angegeben.

 

- Die Zahl tauchte später leicht verändert in einem Interview Adolph Eichmanns auf, das er in Argentinien gab, drei Jahre vor seinem Prozess in Jerusalem. Anders als dort, wo er sich als teils reuiger, funktionstreuer Beamter und bloßer Befehlsempfänger darstellte, als Hanswurst wie Hannah Arendt ihn bezeichnete, tat er in dem Gespräch, das er 1957 mit dem holländischen früheren SS-Mann und bekennendem Nazi Willem Sassen führte, einen leidenschaftlichen Judenhass kund.

Er sagte, er bereue nichts und äußerte: „Hätten wir von 10,3 Millionen Juden 10,3 Millionen Juden getötet, dann wäre ich befriedigt und würde sagen, gut, wir haben einen Feind vernichtet. ... Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mitgedacht, ich war ein Idealist gewesen“.

Es ist davon auszugehen, dass beide Darstellungen Eichmanns, die des reuigen  Befehlsempfängers und die, des enthusiastischen Judenhassers eine Spiegelung der Erwartung war, mit er sich jeweils konfrontiert sah, und dass Hannah Arendts Eindruck der Banalität des Bösen zutrifft, nämlich eines Menschen, der sich identitätslos der Dienstbarkeit anheim gegeben hat.

 

- Die, in den USA lebende Hannah Arendt sah allerdings die spätere Todesstrafe für Adolf Eichmann als gerechtfertigt an.

 

- Im Unterschied zu Martin Buber, der sich schon in den 1920er Jahren im Sinne seiner Ethik des Dialogischen Prinzips, das er als Grundlage des Judentums sah, gegen jegliche Todesstrafe ausgesprochen hatte,  er bezeichnete die Hinrichtung Eichmanns in Israel als "einen Fehler von geschichtlichem Ausmaß".  kategorischer imperativ und todesstrafe 

 

- Bekannt wurde die Veranstaltung am Wannsee und ihr Inhalt erst später durch das Protokoll eines der Teilnehmer: Martin Luther, Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes, hatte es erstellen lassen. Dieses Protokoll entging der Aktenvernichtung durch die SS zum Ende des Krieges, weil Luther, aufgrund einer Intrige gegen seinen Vorgesetzten von Ribbentrop, verhaftet worden war und man seine Akten beschlagnahmt und zur Vorbereitung eines Prozesses ausgelagert hatte. Zu dem Prozess kam es nicht mehr, so dass Luthers Protokoll in einem Archiv den Krieg überdauerte. Luther selbst starb wenige Tage nach Kriegsende an einem Herzleiden.

 

- Adolf Eichmann bestätigte bei seinem Prozess die Authentizität der Aufzeichnung, erwähnte aber, es handle sich um eine bereits gemäßigte Fassung, da die Aussagen, die während der neunzigminütigen Konferenz getroffen wurden, im Hinblick auf den Massenmord um "vieles unverblümter" und direkter gewesen seien, als in es in den eher umschreibenden Begriffen des Protokolls zum Ausdruck käme.  Jedoch lässt die Aufzeichnung in Anbetracht des Geschehens der folgenden Jahre an Eindeutigkeit nur wenige Fragen offen.

 

- Der Sonnenstand der Konferenz liegt mit 29,7 Grad Steinbock auf der Janus-Achse, der Grenze zwischen den Zeichen Wassermann und Steinbock. Der doppelgesichtige römische Gott Janus steht für den Saturn, der mit dem einen Gesicht zum Steinbock hin, nach Westen in die Abendhälfte des Tierkreises schaut, mit dem Zeichen Löwe am Ende der Reihe, und mit dem anderen Gesicht zum Wassermann hin, nach Osten, in die Morgenhälfte mit dem Zeichen Krebs am anderen Ende der Reihe der Parallelzeichen.

Janus galt den Römern als der Gott des Anfangs, daher legten sie den Jahresbeginn auf den nach Janus benannten  Monat Januar. Der neunte Januar, an dem laut Ovid das Janusfest gefeiert wurde, lag zu Beginn des julianischen Kalenders 45. v. Chr. auf dem Übergang der Sonne vom Steinbock in den Wassermann.                 siehe: Die Janus-Achse 

 

- Die beiden Gesichter des Janus schauen in das vergangene und in das kommende Jahr, sie stehen für die Mitte von Vergangenheit und Zukunft, damit für die Gegenwart. So stellt Janus als ein gleichsam noch von außen beschreibender Mythos eine Annäherung an das Ich des Menschen da, an seine Gegenwärtigkeit und seine Identität als Person. Dem entsprechend haben die Römer die bürgerlichen Gesetze erfunden, als die Regelung der Rechte der Person des Einzelnen gegenüber den Instanzen der Gemeinschaft.

 

- Ereignisse im Zusammenhang mit der Janus-Achse beziehen sich auf das Thema des Menschen und der Polarität.

 

Wannseekonferenz, 20. 01. 1942, Berlin, 12:00, GMT+2

 

- Die Wannseekonferenz begann am 20. Januar um zwölf Uhr mittags. Peter Longerich "Wannseekonferenz"

Von Frühjahr 1941 bis November 1942 galt in Deutschland eine durchlaufende Sommerzeit von GMT plus zwei Stunden.

Auf diese Weise steht die Sonne nicht nur auf dem Übergang vom Steinbock zum Wassermann, sondern auch auf dem Übergang des elften Hauses zum zehnten, so, dass das Thema nicht nur im Tierkreis, sondern auch mit der Häuserstellung gegeben war.

 

- Innerhalb der Deutung nach dem Aphroditeweg hat Wolfgang Döbereiner auf die Achse des elften, bzw. fünften Hauses hingewiesen, die er die Lebens-Achse nennt. Zusammen mit der Fügungs-Achse des neunten, bzw. dritten Hauses kommt ihr eine wesentliche Bedeutung zu.  Auch hat das fünfte und das neunte Septar meist den gleichen AC, wie das Radix-Horoskop.

 

- Auffällig ist am Wannsee-Horoskop, dass der AC sich auf null Grad Stier und damit auf dem Sonnenstand Adolph Hitlers, vom 20.04.1889, befindet. Dies im exakten Quadrat zum Janus-Punkt auf null Grad Wassermann.

 

- Die Sonne auf dem Janus-Punkt hat den Pluto im Löwen in Opposition und den Mars im Stier im Quadrat, so dass sie diese auf die Achse zieht und sich eine Sonne-Mars-Pluto-Verbindung auf der Janus-Achse ergibt. Es zeigt sich darin ein Angriff auf den Menschen schlechthin. 

Dies in Form der geplanten und realisierten Vernichtung von sechs Millionen Juden, denen im NS-Staat gleichsam das Menschsein abgesprochen wurde.

Kennzeichnend ist, wenn in diesem Zusammenhang der Begriff des "Verbrechens gegen die Menschlichkeit" als Tatbestand geprägt wurde.

 

- Mit dem Saturn im Stier im ersten Haus, als Herrscher von Wassermann und Steinbock, der im Quadratspiegel zu Pluto und Mars steht, wird dieser Angriff auf den Menschen als konkrete Maßnahme und Regelung durchgesetzt.

 

---

 

- Mit dem mehrfachen Transit des Pluto über den Janus-Punkt in der Zeit von März 2023 bis November 2024 und dem folgenden Eintritt in den Wassermann zeigt sich heute ein anderer Angriff auf das Menschenbild und die Identität der Person. Das Thema der künstlichen Intelligenz beherrscht seither die Medien.  Fast jeden Monat werden von den Streamingdiensten neue Serien produziert, die eine künstliche, konstruierte Identität als Selbstverständlichkeit suggerieren oder Robotern ein Ich-Bewusstsein zusprechen und die Übertragbarkeit menschlicher Identität propagieren. Die Vertreter der transhumanistischen Ideologie prägen den digitalen Machtkomplex und den Wissenschafts- und Medienbetrieb.             siehe: Gefälschte Welt

Eine neue, damit einhergehende industrielle Revolution wird gewähnt, Versäumnisängste werden laut, als auch eine Furcht vor der Macht der künstlichen Intelligenz, die zerstörerisch wirken könne und die es einzudämmen gelte. Vergleiche mit der Erfindung der Atombombe werden laut.

 

- Das lässt aufhorchen, denn im Jahr der Wannseekonferenz begann auch das US-amerikanische Manhattan-Projekt, das dann zu ersten Atombombe führte.   

 

- Wie sollte das zusammenhängen?

 

- Na ja, es war kurz danach. Das sagt doch etwas aus. Wie auch immer: Es hängt damit zusammen, dass der Angriff auf den Menschen stets auch ein Angriff auf die Polarität ist. Romano Guardini spricht vom Gegensatz als Schöpfungsprinzip. Als Mann und Frau schuf er ihn, heißt es nicht ohne Grund in den ersten Versen der Genesis.

Der Mensch als Person ist ein Ich-Du-Wesen. Martin Buber bezeichnet das Ich-Du  als das Grundwort der Person. Erst im Erkennen des Gegenübers als Du, so Buber, wird der Mensch als Person, als Ich anwesend. Wird die Identität des Menschen geleugnet, so geht es einher mit der Leugnung der Polarität.

 

- In den Jahren des Pluto-Eintritts in den Wassermann erfolgt dies parallel mit der Negierung der Polarität der Geschlechter. Die Geschlechtlichkeit von Mann und Frau wird als änderbare soziologische Zuschreibung deklariert und beliebiger Willkür ausgesetzt und zuletzt als biologische Existenz schlicht geleugnet. 

 

- Ebenfalls eine Aufhebung der Polarität, allerdings auf physikalischer Ebene, vollzieht sich bei der Kernspaltung und ihrer Anwendung in der Atombombe. 

Geht man im Horoskop der Wannseekonferenz von der Janus-Achse, bzw. der Spitze des elften Hauses aus,  so steht rechtsläufig im Rhythmus der sieben Jahre die erste Testexplosion der Atombombe unter der Auslösung des Saturn, 3,3 Jahre nach der Wannseekonferentz während linksläufig, 3,6 Jahre danach, der erste Abwurf über Hiroshima und Nagasaki ebenfalls unter der Auslösung des Saturn steht.

Dies war die Anwendung einer Massenvernichtungswaffe von bis dato nicht gekanntem Ausmaß.

 

- Es betrifft jedoch nur in der Auswirkung die Tatsache der Massenvernichtung, im Wesentlichen stellt die Atombombe eine Aufhebung der Polarität von Atomkern und Orbit, von Mitte und Peripherie dar, es ist der Zusammenbruch des Raumes, der sich vollzieht und die freiwerdende Energie ist die Atomenergie. Jochen Kirchhoff Denn der Raum ergibt sich erst aus der Polarität.

 

- Die erste Polarität ist die Entstehung von Peripherie und Mitte. Der Zusammenbruch des Raumes zwischen Peripherie und Kern ist der eigentliche Vorgang bei der Kernspaltung. Und die erste Anwendung der Kernspaltung war die Atombombe über Hiroshima.

 

- Die Polarität entsteht im Zeichen Wassermann, der Ursprung. Die Bestimmung der Polarität, das Ur-Teil, formiert sich im Zeichen  Steinbock. Das sind die zwei Gesichter des Saturn, der früher als der Herrscher beider Zeichen galt. Später ordnete man den Planeten Uranus, der 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt wurde, dem Wassermann zu. Kaum acht Jahre danach wurde das Element Uran bestimmt, dessen Entdecker, der Apotheker M. H. Klaproth, es nach dem Uranus benannte. 

 

- Uran, das neu gefundene, zu dem Zeitpunkt schwerste Element, unterliegt einem radioaktiven Zerfall, durch den es sich im Laufe von Millionen bis Milliarden  Jahren zu Blei verwandelt - das Metall des Saturn.

 

- Uran und Blei stehen somit für die beiden Gesichter des Saturn im Bild des Janus-Kopfes. 

Aufgrund der Eigenschaften des Urans konnte die Kernspaltung stattfinden und die spätere Atombombe konstruiert werden. Die Atomkerne einer bestimmten Form des Urans, des Isotops 235, spalten sich bei Neutronenbeschuss und geben wiederum Neutronen frei, die dann weitere Kerne spalten und die Kettenreaktion auslösen. So die Theorie. Sie reicht allerdings nicht hin. Tatsächlich erklärt sie nicht, was bei diesem Vorgang wirklich geschieht.

 

- Der Abwurf der Atombombe fand 3,6 Jahre nach der Wannseekonferenz statt.

Eine anderer, dem Holocaust vorausgehender Massenmord findet sich ebenfalls im Horoskop der Wannseekonferenz: der türkische Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915 - 1916.   

Diesen hatte Hitler als Beispiel und Vorbild herangezogen. In einer Geheimrede am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg vor seinen Generälen,  hatte er im Hinblick auf eventuelle internationale Folgen der geplanten Judenvernichtung spottend gefragt: "Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“.

Der türkische Genozid an den Armeniern fand 27 Jahre vor der Wannseekonferenz statt. Ebenfalls vom Janus-Punkt ausgehend, bzw. im Siebener-Rhythmus 27  Jahre zuvor beginnend, geschieht dies bei Auslösung von Saturn-Uranus im ersten Haus im Stier 

 

- Das Zitat Hitlers fand indes keinen Eingang in die Akten der Nürnberger Prozesse, da man die Türkei, die den Völkermord bis heute leugnet, seitens der USA nicht als künftigen Bündnispartner verprellen wollte.

***

 

 

 

 

Begriff und Thematik der Janus-Achse sind nicht Teil der Münchner Rhythmenlehre

 

(C) Herbert Weiler, Dezember 2025