H. M. Broder in einer Erwiderung auf Ulrike Herrmann, die sich auf "die Wissenschaft" berief, um ein klimatisches Katastrophenszenario zu belegen:
"Sie halten Wissenschaft für eine verlässliche Basis, um Schlüsse zu ziehen.
Darf ich, ja prima, darf ich daran erinnern, dass vor 100 Jahren die Wissenschaft der festen Überzeugung war, dass Frauen von Natur aus minder begabt sind. Seit 1900 wurde das lebhaft diskutiert.
Die Wissenschaft hat Marxismus, Leninismus für Wissenschaft gehalten. Die Wissenschaft hat die nationalsozialistische Rassenkunde für vernünftig gehalten.
Und die Wissenschaft hat jeden Unsinn, der sich anbot, immer legitimiert.
Sich auf Wissenschaft zu berufen ist vollkommen absurd. Wissenschaft ist etwas dynamisches. Wissenschaft ist dazu da, vielleicht glauben Sie es oder auch nicht, zu verifizieren und zu falsifizieren. Aber jede wissenschaftliche Erkenntnis steht frei, um von der nächsten wissenschaftliche Erkenntnis überholt und richtig gestellt zu werden. Das ist Wissenschaft. Und wissen Sie seit wann es Untergangsszenarien gibt? Wann die Inkas uns den Weltuntergang verkündeten ...?"
© H e r b e r t A n t o n i u s W e i l e r
