Der Allais-Effekt
- Ein möglichst reibungsfrei aufgehängtes Pendel behält aufgrund der Trägheit seiner Masse seine Schwingungsebene bei und bleibt von der Umdrehung der Erde unbeeinflusst. Auf diese Weise kann ein Markierungsgerät am unteren Ende des Pendels die Rotation der Erde veranschaulichen: die von dem Markierungsgerät gezeichnete gerade Linie der Schwingungsebene bewegt sich langsam im Uhrzeigersinn. Auf dem Nordpol dreht sie sich binnen vierundzwanzig Stunden einmal um sich selbst.
- Oder anders betrachtet: die Erde dreht sich unter dem Pendel entgegen des Uhrzeigersinns. Weiter entfernt vom Nordpol, im größeren Winkel zur Erdachse würde die Präzession der Schwingungsebene länger brauchen, in Deutschland etwa dreißig Stunden, während sie auf dem Äquator, im rechten Winkel zur Erdachse, zum Stillstand käme. Jenseits des Äquators, auf der Südhalbkugel, würde sie sich dann gegen den Uhrzeigersinn drehen.
- Der französische Forscher Maurice Allais (1911–2010) hatte ein besonders reibungsfreies kugelgelagertes Pendel konstruiert. Damit stellte er etliche Langzeitversuche an, mit denen er die Drehung der Erde aufzeichnete.
Bei der Sonnenfinsternis vom 30. Juni 1954 in Mitteleuropa bemerkte er einige erhebliche Anomalien zum sonstigen Verhalten des Pendels: In dem Moment, als der Mond sich vor die Sonne schob, änderte das Pendel abrupt sein Verhalten. Nicht nur die Schwingungsebene begann sich plötzlich in die entgegengesetzte Richtung zu drehen, auch ihre Rotationsgeschwindigkeit begann sich massiv zu verändern.
Bei der Finsternis von 1959 bestätigte sich die Abweichung: Während der Verdunkelung der Sonne durch den Mond drehte sich die Schwingungsebene des Pendels rückwärts.
- Die Gravitationswirkung von Sonne und Mond auf das Pendel lässt sich sowohl anhand der Raumkrümmung der Allgemeinen Relativitätstheorie als auch nach den Gravitationsgesetzen Newtons berechnen. Eine Sonnenfinsternis, die bloße optische Deckung zweier Himmelskörper, sollte demnach keinerlei messbaren Einfluss auf die Mechanik eines Pendels auf der Erde haben, der über die bekannten Gezeitenkräfte hinausgeht.
Die von Allais gemessene Abweichung war jedoch um ein Vielfaches größer, als es die klassische Gravitationstheorie zulassen würde.
Tatsächlich lässt sich das Phänomen weder mit Einsteins Gravitationskonzept noch mit den Newtonschen Schwerkraftgesetzen vereinbaren.
Für Allais war damit deutlich geworden, dass der Raum noch eine andere Struktur haben muss, als ihm von Newton und Einstein zugebilligt wird, und dass, wenn der Mond die Sonne verdeckt, sich nicht nur das Licht, sondern auch andere Komponenten des Raumes verändern.
Die von ihm erstmals beobachtete Anomalie stellt daher bis heute eine grundlegende Infragestellung für die moderne Physik dar.
Obwohl die von Allais beobachtete Schwingungsänderung durch 1961 Jeverdan und 1970 durch Saxl und Allen bestätigt wurde, wird der Allais-Effekt in der etablierten Physik ignoriert oder als Messfehler dargestellt. Luftbewegungen oder thermische Veränderungen werden als Ursache vermutet. Allais widersprach dem, da diese keinesfalls eine solch massive Beeinflussung des Pendels bewirken könnten.
- Die Beobachtung gilt im Wissenschaftsbetrieb bestenfalls als umstritten, obwohl der Effekt einige Male wiederholt werden konnte.
- Es gab auch etliche Experimente, wo er sich nicht erwies.
- Der Effekt stellt - zuende gedacht eigentlich eine Widerlegung des Weltbildes der modernen Physik dar. Es versteht sich von selbst, dass hier ein gehöriger Druck besteht, die Anomalie möge sich als nichtig erweisen.
- Davon abgesehen ist es erkenntnistheoretisch unsinnig, ein Phänomen allein deshalb als "umstritten" oder gar als „statistisches Rauschen“ abzutun, weil es einige Male nicht auftrat. Würde ein Stein von hundert Versuchen nur ein einziges Mal nach oben steigen, anstatt zu fallen, wäre das Gesetz der Schwerkraft dennoch grundsätzlich infragezustellen.
- Da verhält es sich ähnlich, wie mit den Nachweisen zur Wirkung der Homöopathie: sie werden ignoriert oder geleugnet. Falls sich das als allzu problematisch erweist, wird dann ein Strauß von Studien produziert, die keine Wirkung zeigen und mit denen man die positiven Studienergebnisse statistisch zu relativieren versucht.
Daher weiß ein jeder, der Homöopathie schon mal angewendet hat, was er von der Strittigkeit des Allais-Effekts zu halten hat. Würde man diese Effekte anerkennen, wären grundlegende Säulen des wissenschaftlichen Weltbildes hinfällig. Man müsste das Äquivalenzprinzip und die Konstanz der Gravitation hinterfragen. Und man müsste anerkennen, dass ein Stoff über seine molekulare Präsenz hinaus noch andere Eigenschaften hat.
- Tatsache bleibt, dass der Allais-Effekt eine unmittelbare Wirkung der Sonnenfinsternis auf Bewegungsabläufe aufzeigt, die weder mit den Regeln der klassischen Physik noch mit denen der Relativitätstheorie erklärbar ist.
- Aus astrologischer Sicht - und jenseits einer funktional-kausalen Herleitung - stellt der Allais-Effekt eine unmittelbare astrologische Entsprechung dar: Sonnenfinsternisse sind stets mit dem Mondknoten verbunden, das einzige astrologische Objekt, dass sich in gegengesetzter Richtung des Tierkreises bewegt.
- So wie die Schwingungsebene des Pendels während der Finsternis?
- Der Mondknoten ist der Schnittpunkt der Mondbahn mit der Ekliptik, also der Sonnenbahn. Daher kann eine Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt, nur in der Nähe des Mondknotens bei Neumond, bzw. bei einer Sonne-Mond-Konjunktion stattfinden.
Ebenso die Mondfinsternis, diese jedoch bei Vollmond, bzw. Opposition, da sich hierbei der Mond gegenüber der Sonne befindet und vom Kernschatten der Erde verdunkelt wird.
Dieser Schnittpunkt von Mond- und Sonnenbahn wandert rückwärts auf der Ekliptik und braucht für eine Umrundung des Tierkreises 18,6 Jahre.
- Seit der Antike wurde der aufsteigende und der absteigende Mondknoten als Drachenkopf und Drachenschwanz bezeichnet. Weil die Finsternisse stets in der Nähe des Mondknotens stattfinden, stellte man sich einen Drachen vor, der sich auf der Ekliptik rückwärts bewegt und bei den periodischen Finsternissen die Sonne verschlingt und wieder freilässt.
Rahu - so der indische Name des Drachenkopfs - verschlingt linksdrehend die Sonne, Darstellung aus Bali,
Ketut Gedé (19. Jh.) Quelle: Leiden University Library
- Die plötzliche Rückwärtsbewegung des Pendels wird so zum Bild der Rückwärtsbewegung des Mondknotens, der für die Zeit der Finsternis die Sonne verschluckt. die zahl des tieres >>
- Die erste Beobachtung der Anomalie während der Sonnenfinsternis am 30. Juni 1954 fand am frühen Nachmittag statt. Die Finsternis und die damit verbundene sprunghafte Änderung der Pendelbewegung begannen in Paris gegen 12:21 Uhr Weltzeit (GMT), was damals 13:21 Uhr Ortszeit entsprach.
Das Maximum der Finsternis wurde um 14:36 Uhr Ortszeit erreicht.
Maurice Allais hielt fest, dass die signifikante Abweichung der Schwingungsebene des Pendels fast unmittelbar mit dem Beginn der Finsternis einsetzte und über die gesamte Dauer des Durchgangs (ca. 2,5 Stunden) anhielt.
Allais-Effekt bei Eintritt der Sonnenfinsternis, 30.06.1954,13:21 Uhr, Paris
- Mit dem Zeichen Krebs auf der Himmelsmitte in Konjunktion mit Merkur steht das Leben und die Empfindungswelt des Einzelnen gegen eine mechanistische Auffassung von Raum und Zeit. In diesem Sinne die Kritik, die Maurice Allais an Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und dem Konzept der Raumkrümmung übte.
Mit der Sonne im Zeichen Krebs in Haus neun, in Konjunktion mit Mond und Jupiter wird diese durch den Allais-Effekt in verbindlicher Weise anschaulich.
Die erholsame Aufhebung und Durchbrechung der Regeln des etablierten mechanistischen Weltbildes, für das der Allais-Effekt bis heute steht, ist hierbei durch die Merkur-Uranus-Konjunktion angezeigt.
Es ist die Empfindung des Unbehagens gegenüber der Raumschiffwelt, der sich hier ein Fenster öffnet.
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(C) Herbert Antonius Weiler, Mai, 2026
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