אבינו      שבשמים

sche-ba-schamaim   / Awejnu

der Du bist in den Himmeln / Vater unser

 

יתקדש      שמך

schim-cha / jitkadesch

Name Deiner / geheiligt werde

 

תבא   מלכותך

malchut-cha / tawo

Reich Deines / es komme

 

יעשה   רצונך

rezon-cha / jiassä

Wille Deiner / es geschehe

 

כמו  בשמים   כן  בארץ

ba'aretz / ken / ba-schamaim / kmo

auf Erden / so auch / in den himmeln / wie

 

את לחם  חקנו    תן  לנו היום

hajom / lanu / ten / chukejnu / lechem et

heute / uns / gib / für uns bestimmtes / das Brot

 

וסלח לנו את חבותיונו

chavutejnu    / et /  lanu / we-sslach

Schuld unsere / die / uns / und vergib

 

כאשר   סלחנו  גם  אנחנו     לחיבינו

le-chajawejnu /  anachnu / gam / sslachenu/ ka-ascher

Schuldigern unseren  /  wir     /     auch /   vergeben     /       wie

 

ואל תביאנו   לידי   נסיונ

nissajon / le-jedej   / tewjenu   / we-al

der Versuchung / in die Gewalt / lass uns geraten / und nicht

 

כי אם   חלצנו  מן הרה

ha-ra / min  / chalzejnu    / im ki

dem Bösen / von / erlöse uns   / sondern

 

אמן

Amen

 

 

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Awejnu sche-ba-schamaim

Vater unser der-Du-bist- in-(den)-Himmeln
jitkadesch schim-cha,

geheiligt werde Name-Deiner
tawo malchut-cha,

es komme Reich-Deines
jiassä rezon-cha kmo baschamaim ken ba'aretz.

es geschehe Wille-Deiner wie in-(den)-Himmeln so auf-Erden
et lechem chukejnu ten lanu hajom,

das Brot uns bestimmtes gib uns heute
w'sslach lanu et chavutejnu

und-vergib uns die Schuld-unsere

ka'ascher sselachejnu gam anachnu le-chaijavejnu.

wie vergeben auch wir Schuldigern-unseren
w’al tewjenu le-jedäi nissajon,

und-nicht lass uns geraten in die Hand/Gewalt der Versuchung
ki im chalzejnu min ha-ra

sondern befreie uns von dem Bösen.

Amen.

 

 

 


Die im Jahre 1555 in Paris gedruckte hebräische Fassung des Vaterunsers, die von Hugh Schonfield auf das 4. Jahrhundert datiert wird, enthält im Unterschied zur obenstehenden als vierte Bitte die Formulierung 

et lechmejnu temidi ten lanu hajom - את לחמנו תמידי תן לנו היום - unser immerwährendes Brot gib uns heute.

Eine Wiedergabe dieser Übersetzung findet sich in dem Buch  Das Vaterunser, von K.H. Althoff, Auszüge daraus hier>>

 

zur Aussprache:

Die Silbenbetonung ist durch Unterstrich des betreffenden Vokals gekennzeichnet.

Das ch als Transkription des chet ח oder chaf  כ wird stets als Hintergaumenlaut gesprochen, wie im deutschen bei den Worten Bach, Buch oder Nachtwache. 

Die Transkription ins Deutsche folgt der hebräischen Schreibrichtung von rechts nach links in den Wortblöcken. Die transkribierten Worte selber geben von links nach rechts geschrieben, die hebräische Buchstaben- bzw.  Lautfolge von rechts nach links wieder.