-politiker und wichtige personen werden in bayern gerne großkopferte genannt. in den usa findet sich der adäquate ausdruck: big heads.

 

-das trifft es. auch andere ausdrücke aus dem bayrischen sind trefglich,cerwa der adabei. zwar gibt es im die hochdeutsch die vorwitznase oder die rampensau, aber das ist etwas anderes und trifft nicht die charakteristik des adabei, den, den man überall trifft, weil er auch dabei sein muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man kann schon recht weit schauen von den oberen Etagen. Unten der Rhein, im Süden in der Ferne das Siebengebirge, im Osten, auf der anderen Seite des Flusses, das Bergische Land. Auch das Starten und Landen auf dem Flughafen zwischen Köln und Bonn ist zu verfolgen.

 

- Bei heftigem Wind schwankt das Gebäude merklich.

 

- Man gewöhnt sich daran.

 

- In den oberen Etagen kaufen manche der Eigentümer die Nachbarwohnungen dazu, lassen die Mauern einreißen und legen die Apartments zusammen. Das ist nur von einer gewissen Höhe an möglich, da in den unteren Etagen zu viel Druck auf den Mauern lastet und bauliche Veränderungen die Statik gefährden würden

 

- Der Taxifahrer, von dem ein Freund erzählt und den er kannte, wohnte in einem der oberen Stockwerke. Er fuhr sein Taxi nachts über, vom frühen Abend bis zum Morgen. Dann ging er zum Schlafen in sein Apartment im Colonia-Hochhaus. Als Nachtfahrer hatte ihn der Vater des Freundes, der ein Taxiunternehmen führte, in den 1980er Jahren eingestellt. Die Wohnung im Colonia-Hochhaus war gewissermaßen das Pendant zu seinem Job. Vierzehn Stunden saß er in seinem Taxi. Dann schlief er tagsüber im Wohnturm. Ihm war die typische Wortkargheit der Kölner Taxifahrerzunft zu eigen, mit der er redselige Fahrgäste schonungslos brüskieren konnte. Meinte der Fahrgast über das Ziel hinaus noch ein paar erläuternde Angaben machen zu müssen, wurde er mit knappen Bemerkungen, wie: Alles klar, keiner weiß Bescheid, beschieden. Dann fuhr der Nachtfahrer los und verlor kein einziges Wort mehr.

Um ein Zuverdienst zu haben, ließ sich der Freund, der an der Kunsthochschule studierte, in das Gewerbe seines Vaters einführen,  Den Nachtfahrer bat man, ihn mit diesen nächtlichen Fahrten bekannt zu machen. Denn diese waren nicht ohne Risiko und es bedurfte der Unterweisung.

So saß er auf eine Weile als Lehrling auf der Rückbank und schaute dem Nachtfahrer zu. Nachts stiegen viele Messegäste ein, die etwas erleben wollten. Der Nachtfahrer fuhr dann zu den einschlägigen Bars und Etablissiments, wo er meist eine Provision erhielt. Einmal zeigte er ihm, wie man einen betrunkenen Fahrgast, der das Taxi nicht verlassen will, mit einer Bewegung über ihn hinweg. zum Griff der Beifahrertür, verbunden mit dem Spruch: Steijen sie bitte aus!, und einem gleichzeitigen Stoß hinausbefördert. 

Auf einer dieser Lehrtouren bemerkte er mal, nach etwas längerem Schweigen: "Jürjen, es gibt Krieg " . Wie?  "Wenn isch dir dat sage!".   Er sagte: "Kriesch".

Stets war er akkurat frisiert. Vom damaligen Kölner Fußballclub- und Prominentenfriseur. Man kannte sich. Dazu trug er teure Freizeitkleidung und Schuhe aus weichem gelben Leder.

Einmal hatte der Freund ihm eine Mappe zu übergeben, Buchhaltungskram für die Behörden. Seine Frau hatte gerade ein Töchterchen zur Welt gebracht. Das Apartment befand sich im sechsunddreißigsten Stockwerk, etwa das obere Viertel des Turms.

Er öffnete die Türe, bleich, denn die nächtlichen Fahrten ließen ihn kaum das Tageslicht sehen. Die Frisur korrekt wie immer, bekleidet mit einem dreiviertellangen schwarzen Seidenkimono.

Er bat hinein in die mit Chrom, schwarzem Leder und beigem Teppichboden ausgestattete Wohnung. 

Fast beiläufig wurde der Nachwuchs präsentiert und mit ein paar unbeholfenen Zärtlichkeitsgesten bedacht. Dann wandte er sich sogleich der eindrucksvollen Aussicht zu. Der Lauf des Rheins, das Siebengebirge in der Ferne, vor allem aber der Flughafen. Mit Bewegungen zum Fenster hin, beschrieb er, wie man den Maschinen beim Starten und Landen zusehen könnte.

 

- Das war das Bemerkenswerteste?

 

- Wenn man nachts über Taxi fährt, hat man am Tage vermutlich nicht die Muße, sich am Lauf des Rheins zu erfreuen. Dann ist es eben der Flughafen, der begeistert. Er ist immerhin zwanzig Kilometer entfernt, und von der Höhe des Turms, aus der Totalen einer solchen Entfernung, hat es eine gewisse Anschaulichkeit, dem Treiben zuzusehen. Vielleicht ist es aber auch das Wohnen in der Wohnmaschine, dass eine solche Affinität mit sich bringt.

 

- Das Colonia-Haus steht auch nicht in der Landschaft. Kein Ort. Wer dort nicht wohnt kennt die Gegend nur von Weitem. Um das Bauwerk herum ist es öde. Zum Rhein hin eingerahmt von Betonwegen und Anlagen, Ein Terrain für Jogger, die hier unvermeidlich sind. Auf der anderen Seite die Stadtautobahn und andere kleinere, langweilige Gebäude. Da geht man nicht gerne spazieren. Ein isolierter Komplex für Auto und Tiefgarage.

 

 

***

  

 

- Die 12 bildet eine der Grundzahlen der Astrologie. Nicht aufgrund von Zufall oder Willkür, sondern indem sie sich aus den Maßverhältnissen des Kreises und der Kreisbewegung ergibt. Es ist die Struktur des Kreises, die allein anhand eines Zirkels und einer Geraden ermöglicht, diesen zunächst in sechs und daraus folgend in 12 Segmente zu teilen, einschließlich einer Horizontalen und einer Vertikalen. Dies entspricht den Tagesereignissen von Sonnenaufgang und -untergang sowie Mittagshöhe und Mitternachtstiefe. Diese wiederum finden sich im vergrößerten Rhythmus des Jahres als Frühlings- und Herbst-Tag-und Nachtgleiche, als Sommersonnenwende und Wintersonnenwende. Die vier Jahreszeiten mit ihren jeweils drei Phasen, den 12 Monaten. Das Verhältnis von Vier und Drei steht für Saturn, entsprechend der Vier, und Jupiter, entsprechend der Drei.

 

- Es ist die Kombination von Drei und Vier, aus der sich die zwei Grundzahlen der Astrologie und der gebräuchlichen Kalendersysteme ergeben - als Addition in der Zahl Sieben und als Multiplikation in der Zahl Zwölf.

 

- Sowohl zeitliche als auch räumliche Rhythmen werden in der Bibel nach der Sieben und der Zwölf strukturiert. So finden sich in der Genesis die sieben Schöpfungstage als erste Angabe eines zeitlichen Zyklus. Später ist von den zwölf Stämmen die Rede, die aus den 12 Söhnen Jakobs hervorgehen, Josef weissagt dem Pharao, der von sieben fetten und sieben mageren Kühen geträumt hatte, eine Periode von sieben ertragreichen Jahren und sieben armen Jahren. Zwölf Monate, ohne den Schaltmonat, hatte der hebräische Kalender, der von den Babyloniern übernommen worden war.

 

 

  Zwölferrhytmen

 

- Auf babylonische Quellen geht vermutlich auch der griechische Rhythmus der Zwölferschicksale, der Dodekatemorien, zurück, eine der ältesten astrologischen Vorgehensweisen. Der Grieche Manilius berichtet von ihnen.  In diesem System werden die jeweils 30 Grade der zwölf Zeichen nochmals in zwölf dem Tierkreis entsprechende Abschnitte unterteilt, so dass sich für jedes Zeichen 12 Phasen zu 2,5 Grad ergeben. Das sind 144 Abschnitte im gesamten Tierkreis.

Wird die Gradzahl, auf der sich ein Planet in einem Zeichen befindet, mit 12 malgenommen, so ergibt dies eine Gradzahl, die, je nach Auslegung der Schriften des Manilius,  entweder zu dem Beginn des jeweiligen Zeichens oder zu Null Grad Widder zu addieren ist. Der so ermittelte Punkt, das Dodekatemorion, gewährt einen genaueren Blick auf die Charakteristik des Planetenstandes in seinem Zeichen. Er steht in Korrespondenz zu dem betreffenden Planeten, was sich bei Transiten oder Auslösungen auswirken kann.

 

- Eine besondere Bedeutung dürfte dabei den Kardinal-Achsen zukommen. Wenn die Tierkreisphasen in zwölf Segmente zu teilen sind, so muss dies auch für die Häuser gelten. Und damit auch, mit zwölf Jahren pro Haus, für das rhythmische Durchlaufen der Häuser.

 

- Ein Hinweis auf die Bedeutung des zwölften Lebensjahres und damit auf einen Zwölfer-Rhythmus findet sich im Evangelium des Lukas. Die Eltern Jesu, heißt es dort, pilgerten jedes Jahr anlässlich des Pessach-Festes nach Jerusalem.  Als Jesus zwölf Jahre alt war, so wird eigens erwähnt, reisen sie wieder dorthin.

Auf der Rückreise bemerken sie, dass er, den sie in einer anderen Pilgergruppe wähnten, nicht mitgekommen war. Sie kehren nach Jerusalem zurück und finden ihn dort im Tempel, wo er mit den Rabbinern einen Dialog führt und diese über die Weisheit seiner Antworten staunen. Der Wortwechsel, der nun  folgt, ist wohlbekannt. Auf die Frage seiner Mutter: "Kind, warum hast du uns das angetan? Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht," sagt Jesus:  "Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vater ist?" Luk 2,41

Geht man von der Signatur der Jupiter-Saturn-Konjunktion im Zeichen Fische aus, die um Christi Geburt stattfand, und bei der es sich vermutlich um jene astronomische Erscheinung handelte, aufgrund derer sich die im Evangelium des Matthäus erwähnten Sterndeuter aus dem Osten aufmachten, um den neugeborenen König der Juden zu suchen, so entspricht diese dem Übergang vom Zeichen Steinbock, zum Zeichen Schütze. Das Tor zur Zeit, an dem die Bestimmung der Gestalt in der Vereinzelung niederkommt und zur Zeit wird.

 

- Aus dem Zeichen Fische geht das Prinzip der Gestalt hervor.  Und wenn  Jupiter und Saturn im Zeichen Fische zusammenstehen, ist es das Prinzip der Zeit selber, das in die Zeit kommt. Ein fundamentaler Neuanfang bei dem das Obere zum Unten und das Äußere zum Inneren wird. Der Herr der Zeit, so heißt es in den Adventstexten der Kirche, ist selber in die Zeit gekommen. Das Prinzip des Menschen ist im Menschen anwesend geworden.

Und wenn es im Adventslied von der Geburt Jesu heißt, sie sei "wohl zu der halben Nacht" geschehen,  so weist dies auf einem Sonnenstand auf dem Übergang von Steinbock und Schütze am IC hin. Die Bestimmung wird zur Bestimmung des Individuums. Das ist die Signatur des Ereignisses.

 

- Philon von Alexandrien hatte den Logos, den er mit dem hebräischen Begriff des Chochmah, der Weisheit und der Schöpferkraft, identifizierte, als das Kreuz bezeichnet, welches das Jahr in die vier Jahreszeiten und zwölf Tierkreismonate teilt, das Kardinalkreuz.

 

- Geht man pro Jahr ein Grad im Tierkreis vorwärts, so wird bei einer Geburt auf dem Kardinalpunkt Null Steinbock mit zwölf Jahren der Punkt von zwölf Grad Steinbock erreicht. Dieser Punkt muss damit dem im Text des Lukas Geschilderten entsprechen: einer Trennung von den Eltern, die diese als schmerzhaft erleben und eine unerwartete Anerkennung und Erweiterung des geistigen Raumes. Astrologisch entspricht dies der Saturn-Jupiter-Verbindung, im Sinne der Trennung von den Eltern und dem angestammten Milieu, entsprechend der Rückseite Mond-Saturn sowie der Anerkennung und Schicksalhaftigkeit, indem sich hier der Anfang, die Bestimmung des künftigen Wirkens zeigt.

Diese Charakteristik des 12. Grades würde auf alle Kardinalzeichen zutreffen.

 

 

 

 

 --------------------------------------

 

- Dies ganz konkret, wenn, etwa unter der forcierten Ansteckungsangst in der Corona-Krise, Begegnung nur noch über Bildschirme und digitale Medien möglich gemacht werden soll. Es versteht sich von selber, dass diese Politik von den solcherart favorisierten Medien unterstützt, wenn nicht mit initialisiert wird. Landgericht untersagt Zusammenarbeit des Bundesgesundheitsministeriums mit Google bei Gesundheitsportal. >>  

 

- Nur so wird es möglich, den Menschen eine mediale Parallelwelt zu oktroyieren, die mit ihrer erlebten Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Damit aber wird das Massenmedium zum eigentlich Bestimmenden.

 

- Letztlich bleibt: Ohne Medien wüsste niemand von der Existenz einer Pandemie. 

 

- Der Wahn der politischen Instanzen und der Medien wird dabei keineswegs, wie von einzelnen Kritikern unterstellt, von einer Regelungswut und einem Machtrausch der einzelnen Personen getragen. Wenn bei einer derartigen Gelegenheit Gremien und deren Vertreter bestrebt sind ihre Bedeutung hervorzuheben, geschieht dies nur im Fahrwasser einer Entwicklung, die letztlich apersonale Gründe hat, indem sie von einer Mechanik eines Staats ausgeht, in dem Eigennutz und Machtgier durch Regelung gebändigt werden sollen. Die Regelung, die damit als das letztlich Bestimmende des Gemeinwesens gilt, muß sich zwangsläufig verselbständigen und zum Regelungzwang werden.

 

 

Die Bedeutung des Mittagshoroskops ist eine andere, als die des Horoskops des Zeitpunkts einer Geburt, einer Gründung oder eines Ereignisses. Wolfgang Döbereiner empfiehlt es, um die Bedeutung dessen zu veranschaulichen, was an diesem Tag bestimmend wird. Das Mittagshoroskop erfasst die Gegebenheiten des Tages, die erfüllt werden wollen. Daher auch Tageshoroskop. Seine Bedeutung erweist sich erst mit der Zeit, nämlich dann, wenn einzelne Personen oder Ereignisse dieses Tages allgemein bestimmend wurden. Es gibt Aufschluss darüber, welcher Art das Bestimmende ist, das von den einzelnen Personen oder Ereignissen dieses Tages ausgeht.

Geburtshoroskop und Tageshoroskop stehen mitunter in Spannungsverhältnis zueinander. Besonders deutlich wird dies, wenn die Geburt in der Nacht auf dem letzten Grad eines Zeichens stattfand, sich der Sonnenstand des Mittagshoroskops aber bereits im neuen Zeichen befindet.

 

Horoskope von Gesetzesverabschiedungen und Gesellschaftsgründungen nennen als Zeitpunkt des Inkrafttretens meist Null Uhr des betreffenden Tages. Dies stellt jedoch keine wirkliche Geburtszeit, dar, sondern nur die bürgerliche Regelung des Beginns des Tagesanfangs. Sie ist weder durch ein tatsächliches Ereignis noch durch eine astronomische Zäsur definiert.

in diesem Fall ist das Mittagshoroskop das Ausschlaggebende und Eindeutigere.

Aber auch Rechtsakte haben eigene Zeiten. So ist das von Wolfgang Döbereiner verwendete Horoskop des Deutschen Grundgesetzes kein Null-Uhr-Horoskop, was leicht verwechselt werden kann - Konrad Adenauer hatte bei der Annahme des Entwurfs besonderen Wert darauf gelegt, die Unterzeichnungen vor Mitternacht zum Abschluss zu bringen. Er wollte unbedingt, dass der Tage der bedingungslosen Kapitulation des Nazi-Regimes der Tag des Zustandekommens des neuen Grundgesetzes sein sollte.

Auf diese Weise ergibt sich eine Uhrzeit von etwa 23:55 Uhr am 8. Mai 1949. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

------------------------------------------

Einer der Kritiker Lockes, wie auch der Französischen Aufklärung und Revolution, Joseph de Maistre, den der Autor Michel Houellebecq zitierte >,  glaubte nicht an die Freiheit des Einzelnen in einem Staat, der auf der Grundlage eines subjektivistischen Pragmatismus basiert. Er prognostizierte einen Zwang dem der Einzelne ausgesetzt sei, wenn der Rationalismus zum Imperativ des Kollektivs würde, nicht geringer als in der von ihm verteidigten Monarchie, sondern letztlich rigider; einen Sachzwang der Verwaltungsorgane und eine Herrschaft der Meinungsmedien,

 

Demokratie hielt er nur in Verbänden für möglich, in denen mehr oder weniger jeder einen jeden persönlich kennt und daher ein jeder weiß, mit wem er es zu tun hat. Politisch-ideologische Heilsverkünder und Charismatiker können hierbei kaum gedeihen.  

Ein gewachsenes, föderalistisches Gemeinwesen, ein Verband aus Verbänden,  wie er bei der Entstehung der Demokratie in der griechischen Polis bestand, könnte dies eher gewährleisten. 

 

Möglicherweise ist dies der Grund, warum das isländische Althing das älteste bestehende Parlament darstellt: bei einer Landesbevölkerung deren Zahl heute die einer kleineren deutschen Großstadt nicht übersteigt, ist das politische Geschehen weitgehend von der persönlichen Bekanntschaft getragen. 

 

Der österreichische Schriftsteller Josph Roth setzte sich in den 1930er Jahren aus ähnlichen Gründen für die Wiedereinführung der Monarchie unter Otto von Habsburg ein. Eine Monarchie erschien ihm, eher als eine Republik, immun gegen den Nationalsozialismus zu sein und in der Lage, den befürchteten Anschluß Österreichs an den deutschen NS-Staat abzuwenden.

 

  Der Rundfunk stellt die Besetzung des Uranus, des Ursprungs der Gestalt des Einzelnen und seiner Gegenwart  durch die Vereinheitlichung des Gemeinschaftlichen, dar. Er besetzt das Dazwischen. Er oktroyiert die Scheinbegegnung der Massenveranstaltung und verdrängt die Polarität der gewachsenen Ich-Du-Beziehung der Individuen. Er ist das Mittel des Industriestaats, der darauf angewiesen ist, den Menschen zu isolieren. (Romano Guardini)

 

- Es ist die Ursprungslosigkeit der Rundfunkmedien, die diese stets für die Aufhebung von Polarität und die Neutralisierung des Gewachsenen plädieren lässt.

 

- So erklärt sich das einhellige Agieren wenn es um die Aufhebung der Polaritäten oder der gewachsenen Strukturen und ihrer Örtlichkeit geht.

Es ist der Konflikt zwischen dem Zwang zur Vereinheitlichung und der Eigengesetzlichkeit föderativer Verbände.

 

- Das Konzept des Rundfunks forciert die Vereinheitlichung im Sinne eines letztlich totalitären Verhältnisses von Staat und technokratischer Massengesellschaft.

 

- Es ist den Massenmedien inhärent, dass sie den Ursprung der Begegnung des Einzelnen und damit der Gegenwart verdrängen müssen.

 

                                                                                                ***

 Der Äther  wird mitunter als poetisch-euphemistischer Begriff für das Medium der elektromagnetischen Informationsübertragung hergenommen. Tatsächlich kennzeichnet sich hier die Besetzung des Äthers.

 

Bei Aristoteles ist er das Fünfte Element, das des Geistes, in der griechischen Mythologie der Bereich des Lichtes und der Götter.

Es ist die Peripherie und das Dazwischen. Jener Bereich, in dem der Rundfunk sich und seine Rezipienten wähnt. So, wenn stets versichert wird, dass Reporter und Ansprechpartner gleichsam unten, vor Ort seien. 

Der Rundfunk stellt eine Okkupation des Wassermann-Prinzips durch das Kollektiv dar. Er besetzt das Dazwischen. Er oktroyiert die Scheinbegegnung der Massenveranstaltung und verdrängt die Polarität der gewachsenen Ich-Du-Beziehung der Individuen. Er ist das Mittel des Industriestaats, der darauf angewiesen ist, den Menschen zu isolieren. (Guardini)

 

Es ist die Ursprungslosigkeit der Okkupation des Wassermann-Prinzips, der Besetzung des Äthers, der Medienvertreter in der Regel für die Aufhebung von Polarität und Örtlichkeit des Gewachsenen plädieren läßt - Ursprungslosigkeit als Ideologie übertragend. Eine Massenveranstaltung, die nicht zugleich den Ursprung der Begegnung des Einzelnen und damit der Gegenwart verdrängt, ist nicht denkbar.

 

 Ein hebräischer Wortlaut des Vaterunsers mit Interlinearübersetzung findet sich in der vollständigen Version des Textes unter dem Titel "Papst Franziskus und das Vaterunser" in der Buchausgabe >>