Der Raum der Technik 

 

 

Der Raum ergibt sich aus der Beziehung zum Gegenüber und damit aus der Gestalt des Gewachsenen, 

 

Was ist mit den Dingen, die nicht gewachsen sind, nicht als Gegenüber begriffen und allein zweckbestimmt sind? Die keine Zeit haben und doch Raum  einnehmen?

 

Sie müssen vom Raum der anderen, der gewachsenen Dinge existieren, diesen verbrauchend.

 

Das ist der Hunger, von dem Friedrich Georg Jünger schreibt, den die Technik hinterlässt. Sie schafft Enge.

 

Tatsächlich wird der Raum enger, die Zeit knapper.

Waschmaschinen werden hergestellt, um Zeit zu sparen. Aber die Zeit, die mit oder vielmehr für das Waschen verbracht wird, und die Menge der Wäsche und der Kleidung, die produziert wird, scheinen zuzunehmen, seit es Waschmaschinen gibt.

Der Hunger ist nicht zu sättigen.

 

Ein Zimmer, in dem ein gutes Möbelstück steht, wird größer. Die Gestalt schafft den Raum des Gegenübers.

Auch ein Hof, in dem ein Baum steht, wirkt größer und weiter.

Jeder kennt die Erfahrung beim Umzug, wenn er sich wundert, wie klein die leergeräumte Wohnung erscheint, obwohl doch wegen der fehlenden Möbel mehr Platz sein sollte.

 

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(C) Herbert Weiler 2015