Der Konflikt im Asowschen Meer

 

 

 

Südlich der Stadt Lublin und östlich von Kielce, im Südosten des heutigen Polens, nicht allzu weit entfernt von der Grenze zur heutigen Ukraine, kreuzt sich auf der Europakarte der von Wolfgang Döbereiner entwickelten astrologischen Koordinaten die Schräg-Linie von 0° Waage mit 0° Waage der Breitenlinie. 

Die derzeitigen Grenzen und politischen Machtverhältnisse dieses Gebietes sind nicht alt. 

Es gehört zu einem geographischen Raum, der sich gleichsam wie ein  Grenzgebiet östlicher und westlicher Zuständigkeiten, Teile Polens, Weißrusslands, Russlands und der Ukraine einbeziehend, von Norden nach Süden bis ans Schwarze Meer erstreckt. 

Ein Großraum zwischen den Mächten, dessen heterogene Zugehörigkeit sich aus der wechselhaften Geschichte des Gebietes herleitet. Geächtete sowie entflohene Leibeigene aus dem Zarenreich, die späteren Kosaken, hatten sich einst in dem lange Zeit staatsfreien  Gebiet angesiedelt. Russland verstand die Kosaken als Wehrbauern gegen die Überfälle der Tartaren und ließ sie lange Zeit unbehelligt. Auf die Kosaken beruft sich das Selbstverständnis der Ukraine bis heute. Damals bildeten sie föderative Gemeinschaften in dem Raum, der später abwechselnd zu Polen, zu Russland und zu Österreich gehörte. Auch deutschsprachigen Juden die aus dem HRR emigriert waren, bot das Niemandsland zwischen den Mächten Zuflucht. Ihr Jiddisch, ein Deutsch des 16. Jahrhunderts, mit hebräischen, polnischen und russischen Einsprengseln, wurde teils zur Lingua Franca. Bis zur Massenvernichtung durch die Nazis lebte hier die größte jiddische Sprachgemeinschaft.

 

Der Kardinalkreuzpunkt 0° Waage bildet, wie bei einem Fächer, gleichsam den Kern oder Ausgangspunkt dieses Raumes: Im Osten dieses Punktes, an dem sich die beiden Kardinalachsen kreuzen, erstreckt sich ein doppeltes Waage-Feld – ein Gebiet, in dem sich die Völker und Mentalitäten begegnen. 

 

Die Summe der Differenz zwischen Schräge und Breite der astrologischen Koordinatenlinien von Wolfgang Döbereiner ergibt einen Tierkreisgrad, der zuständig ist für die Charakteristik des jeweiligen Ortes.

 

Verhältnisse von Personen oder Ereignissen und auch zeitliche Entwicklungen lassen sich durch Auf- oder Abrechnen der betreffenden Tierkreisgrade auf die errechnete Ortskoordinate veranschaulichen.

 

Bei dem Kreuzpunkt der 0°-Waage-Kardinalachsen ergibt sich so die Besonderheit, dass die Differenz von Schräge und Breite gleich Null ist. Dadurch kommt zu den Qualitäten etwa einer Epochenbewegung durch den Tierkreis keine örtliche Auf- oder Abrechnung hinzu.

 

Wolfgang Döbereiner gibt einen Epochenrhythmus mit einer Spanne von 90 Jahren für eine Tierkreisphase an, der drei Jahre pro Grad* beträgt.  Der Kardinalpunkt 0° Krebs fällt auf das Jahr 1967.

 

Dreißig Jahre früher, und damit um 10° im Tierkreis zurück im Uhrzeigersinn, wird der Punkt 20° Zwillinge angetroffen und in den folgenden acht Jahren geht die Bewegung über 21° bis 22,5° Zwillinge, die im Jahre 1945 erreicht werden. 

Die Grade entsprechen in der Münchner Rhythmenlehre der Charakteristik einer Pluto/Sonne-Uranus-Verbindung und zeigen die Vernichtung des Lebens unter dem Kalkül einer Ideologie, einschließlich deren Zusammenbruch an.

Sie geben den zeitlichen Ablauf des Zweiten Weltkriegs wieder, vom Vorfeld bis zum Ende. 

Die Pluto-Sonne-Uranus-Charakteristik der Epoche erscheint am Ort der Kardinalachsenkreuzung ungefiltert und konzentriert. Das Geschehen der Zeit wird zur Essenz.

 

Die astrologische Aussage besteht jedoch dabei nicht nur in einer Verdoppelung oder Summierung der Charakteristik der Bewegung über 20° -22,5° Zwillinge, sondern hier, am Kreuzpunkt der Achsen, bildet sich ein Brennpunkt der Zeit ab. Von hier strahlt er aus.

 

In diesem Raum gab es damals die meisten Todesopfer überhaupt, sei es im Verlauf des Kriegsgeschehens oder im Zuge der nationalsozialistischen sowie stalinistischen Massenvernichtung, die hauptsächlich in diesem Gebiet stattfand. Die großen Vernichtungslager befanden sich in diesem Bereich.

Als der Neptun im Oktober des Jahres 1942 den Kardinalpunkt von 0° Waage überschreitet, wird er in diesem Bereich konkret - in diesen Vernichtungslagern wurde erstmals in der Geschichte der Menschheit ein Produkt der chemischen Industrie, das Blausäure-Gas Zyklon B, zur Massenvernichtung eingesetzt.

 

Der Historiker Timothy Snyder prägte für diesen Raum den Begriff der Bloodlands. >>

Sein gleichnamiges Buch erscheint in der ungewohnten Herangehensweise, in der er einen geografischen Raum als Schicksalsraum auffasst, von der Münchner Rhythmenlehre - oder zumindest dem Denkraum, den diese geöffnet hat -  inspiriert.

 

Im Hinblick auf das heutige bürgerkriegsähnliche Geschehen in der Ukraine, die Okkupation der Krim durch Russland und den damit verbundenen Konflikt der Mächte, ist die Bewegung der drei Jahre pro Grad weiterhin aufschlussreich.  Ausgehend von den 0° Krebs im Jahre 1967 werden 48 Jahre nach 1967 auf dem 0°-Waagekreuz südlich von Lublin im Jahre 2015 mit der Epochenbewegung 16° Krebs erreicht und damit der Orbis der Charakteristik von Saturn-Uranus auf 17,8° Krebs, jener Gruppenschicksalspunkt bei dem der Konflikt im bisherigen Arrangement des Unvereinbaren zum Bruch führt. 

 

Dazu im Quadrat drehte Uranus im Widder von 2014 bis 2016, um dann letztmalig über 18° Widder zu gehen und damit den Bruch einmal mehr zur akuten Entscheidung zu treiben.

 

Der Ukraine-Konflikt beginnt im 48. Jahr nach 1967 und geht mit dem kommenden Jahreswechsel 2018/19 in das 52. Jahr.

In der Zeit zurückgerechnet spiegeln sich diese Tage mit denen des ersten Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918. Das Jahr 2019 entspricht dem Stand von 1915.

 

Mit dem Jahr 2018 bis 2019 kommt der Epochenrhythmus dann auf den Kulminationspunkt der 17° Krebs, mit dem der Konflikt zur Entscheidung treibt.

Der derzeitige Ausbruch kriegerischer Aktionen, in Form der Kaperung ukrainischer Schiffe im Asowschen Meer durch Russland, wegen Verletzung der russischen Gewässerhoheit und die anschließende Ausrufung des Kriegsrechts durch die Ukraine im November 2018 dürfte der Auftakt eines entsprechenden Geschehens sein. 

 

Charakteristik der Punkte nach der Münchner Rhythmenlehre

 

 

                                                                                                                           ___

 

 

 

- Was aber  ist mit den 20° bis 22,5° Zwillinge und deren Spiegelung über das Jahr 1967? Das sind zweiundzwanzig bis dreißig Jahren später?

 

- Der Ostblock löste sich auf, die DDR brach zusammen zweiundzwanzig  Jahre nach 1967, das war bei 7,5° Krebs. Zweiundzwanzig Jahre vor 1967 war das NS-Regime zusammengebrochen.

 

- Vierunddreißig Jahre zuvor hatte die Sowjetunion versucht in der Ukraine die Zwangskollektivierung durchzusetzen. Unbotmäßigkeit und Widerstand der gewachsenen  dörflichen Kleinbauernwirtschaft sollte durch die Beschlagnahme des geernteten Getreides und die darauffolgende Hungersnot gebrochen werden. Diesem strategisch geplanten Völkermord, der seitens der Ukraine "Holodomor" genannt wird, fielen mittleren Schätzungen zufolge 5 bis 7 Millionen Menschen zum Opfer. Stalin soll später in Jalta zu Churchill gesagt haben,  es sei schrecklich aber notwendig gewesen, um den Kommunismus voranzubringen.

 

- Google kam auf im Herbst des Jahres 1997.  Eine zeitgenössische Form der Kollektivierung, die sich in den Folgejahren, etwa um die Jahrtausendwende, zum globalen Machtfaktor auswuchs.

 

- Der laufende Pluto, der in den vergangenen zwei Jahren in Opposition zum Epochenrhythmus auf 17° Steinbock drehte, tritt im Jahre 2018/19 in den Orbis von 21-22° Krebs, dem Punkt mit der Charakteristik von Mars-Jupiter, der kriegerischen Auseinandersetzung und des Kreuzrittertums.

 

 - Dem würde die Selbstgerechtigkeit im Tonfall der Nato-Staaten angesichts des russischen Vorgehens entsprechen, Mars-Jupiter als die moralische Agression, mit der Moral als "starker Partner" .

 

- Der Kardinalkreuzpunkt  von 0° Waage südlich von Lublin wirkt auf die gesamte Ukraine und Teile Weissrusslands und Polens?

 

- Wie ein Fächer, der von dort ausgeht.

 

 

 

 

 

                                                                                                                  ***

 

 

 

(C) Herbert Antonius Weiler 2018