"e i n g e k l e m m t   z w i s c h e n   z w e i   F e l s e n"

  T e k t o n i s c h e   K o l l i s i o n e n  

 

  

 

 

Am 28. Mai 2008 wurde das Königtum in Nepal per Parlamentsbeschluss formell abgeschafft und es kam zur Ausrufung einer Republik.

Vorausgegangen waren jahrzehntelange Machtstreitigkeiten zwischen Königshaus und Parlament, flankiert von einem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf eine maoistische Guerillatruppe etliche Teile des Landes besetzt hatte.

Mit dem Akt wurde ein Land, dessen Bevölkerung das Gemeinwesen als Königreich mehr oder minder bewahrt hatte, gleichsam im Schutz des Gebirgstals, von zeitgenössischen Entwicklungen unbehelligter als andere Länder, endgültig zu einem  republikanischen Staat.

 

 

 

 

Im Mittagshoroskop des Tages der Republik-Ausrufung wird ersichtlich, dass es mit dem Verbundsziel Zwillinge am MC und Merkur in Haus Zehn um die Verrichtung von Gemeinschaft geht, in der diese zum Selbstzweck wird und in der das Leben des Einzelnen, im Sinne Kants, als Funktion der Gemeinschaftsregelung aufgefasst wird.

Der Mars, vom  Verbundsherrscher Widder aus Haus Sieben und Acht kommend, entsprechend der Öffentlichkeit der Proklamation,

steht mit 10° Löwe  auf der Achse des 12. Hauses.

Beherrscht von der Sonne am MC wird mit dem Untergang des Königtums auch die Eigenständigkeit des Einzelnen und des gewachsenen Schicksals verdrängt durch die gesellschaftsvertragliche Versicherung  der  Gemeinschaft und dem daraus erwachsenden Vergemeinschaftungszwang,  verdeutlicht durch Sonne-Venus-Saturn.

 

 

 

Sieben Jahre nach diesem Ereignis, am 25. April 2015, 11:57 h, kommt es, unter Auslösung von Mars und gleichzeitig Sonne am MC des Proklamationshoroskops, in der Region um die Haupstadt Katmandu zu einem schweren  Erdbeben, dem am 12. Mai, am 29. Mai und am 22. Juni noch drei schwächere Beben folgen.

 

Diese Erdbeben gelten als die schlimmste Katastrophe in der Geschichte Nepals.  Die Zahl der Todesopfer wird auf neun- bis Zehntausend geschätzt. Etliche Ortschaften und Stadtteile, viele der jahrhundertealten Pagoden und Häuser wurden zerstört.

Die Stadt Katmandu und naheliegende Orte wurden durch das Erdbeben um drei Meter nach Süden verschoben und etwa einen Meter angehoben (Der Spiegel, 24.5.2015)

Die geologische Beschreibung führt das Beben auf die Verschiebung zweier tektonischer Platten zurück, bei der die indische Platte nach Norden hin gegen die eurasische Platte stoße, ein Vorgang, durch den auch einst das Himalajagebirge entstanden sein soll.

 

Der Begründer des Königshauses, dessen letzter Vertreter  im Jahre 2008 abdanken mußte, war Prithvi Narayan Shah. Er hatte das Land  in den Jahren 1743 bis 1775 geeint, in dem er die, teils föderativ verbundenen, nahezu 50 Fürstentümer in der Region nach und nach unterworfen hatte.

In einer berühmten Schrift, in der er seine Ansichten und Prinzipien niederlegte, hatte er einst Nepal bezeichnet als kleine Yamswurzel, eingeklemmt zwischen zwei Felsen.  Gemeint waren damit die Großreiche Indien und China. 

 

 

Tatsächlich war der Konflikt,  der schließlich zur Entmachtung des letzten Königs und zur Proklamation der Republik führte, ein Konflikt zwischen chinesischer und indischer Prägung, nämlich der ausartende Bürgerkrieg zwischen der maoistischen Guerilla und dem konservativen, der Monarchie und dem Hinduismus zugeneigten Bevölkerungsteil.

 

Es stellt sich die Frage, ob die in der Gemeinschaftsregelung verdrängte Unvereinbarkeit in dem Erdbeben infolge der Konfrontation tektonischer Platten real werden mußte und ob sie bei Beibehaltung der Monarchie und aller mit ihr verbundenen Unzulänglichkeiten ins Erlebnis gebracht worden wäre und damit entschärft.

Ob es also mit der Bewahrung der Monarchie nicht zum Erdbeben gekommen wäre.

 

Freilich ist diese Fragestellung schon früher anzusetzen, nämlich als es zur Eroberung und zwangsweisen Einigung der lokalen, föderativen Fürstentümer unter der Hegemonie des Dynastiegründers kam.

Im Horoskop steht diese Einigung unter der Auslösung des Jupiters in fünf, aus Haus drei und vier kommend - und den Pluto auf 0° Steinbock mitführend. Mit seinem Satz, Nepal sei, wie eingeklemmt zwischen zwei Felsen, formulierte er insofern die Aufladung des Pluto auf 0° Steinbock, aus Haus zwei kommend, die durch seine Zwangseinigung bewirkt wurde.

 

Der Adel gleicht hier noch einem alten Walde vor der Durchforstung durch den Absolutismus, vor dem Kahlschlag durch die Demokratie, dem endlich die Rodung folgt.                  

Ernst Jünger über die Schilderung der Feudalgesellschaft in den "Historietten" des Gédéon Tallemant des Réaux (Tagebücher, 28.6.1945)

 

 

Im Falle Nepals, als Grenzland zwischen chinesischer und indischer Kultur - und  zweier tektonischer Platten, - scheint, wie auch bei anderen Grenzregionen - die Anlage  eines offenen, föderativen Gemeinwesens, jenseits kollektivistischer Gemeinschaftssicherung, kompromißloser gegeben. 

 

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Im Horoskop des Erdbebens, beginnend am  25. 4. 2015 um 11;57 Ortszeit, steht der Verbundsherrscher Mars, vom  Widder aus Haus Neun kommend, in Haus Zehn im Stier, dort in Konjunktion mit dem Merkur. 

Die Konjunktion deutet eine Konfrontation an, die sich, mit dem Merkur aus Haus zwei kommend, auf die reale Gegebenheit bezieht, und die, da ebenfalls Herrscher von elf, einen damit verbundenen Umbruch des Bisherigen enthält.

 

Vollzogen wird dies mit der Sonne im Stier am MC  und der Venus, im Verbundsziel Zwilling, in dem, von zehn nach elf gehend, etwas Neues entsteht. Das Ergebnis ist, mit dem Merkur in Zehn, in Konjunktion mit dem Mars, eine reale Zerstörung.

 

                                                                               

                                                                                           


 

 

 

 

-nun fand aber doch die kollision der indischen platte mit der eurasischen platte vor 50 millionen jahren statt. wenn das himalaja-gebirge durch die auffaltung des zusammenstoßes entstand, denn so alt soll es sein.-

 

-die kollision begann damals. tatsächlich findet sie immer noch statt, der himalaja wächst pro jahr um einen fingerbreit in die höhe. das gebiet ist ständig tektonischen verwerfungen ausgesetzt. nur sind sie nicht so gravierend.-

 

-der mars wird ins zwölfte haus verdrängt, dazu auf zehn grad löwe, dem grad, bei dem es um den ausbruch in eine größere eigenständigkeit geht.-

 

-das lädt den pluto auf, der auf null grad steinbock steht. der kommt aus haus zwei, ist also materiell.-

 

- das gestein in der tiefe.  nicht umsonst auch plutonisches gestein genannt.-

 

-wegen pluton als des  herrn der unterwelt?-

 

- ist schon ein bild. "eingeklemmt zwischen zwei felsen" -

 

- da erhält der esoterische hype um das himalaja-salz noch mal eine ganze andere bedeutung.-

 

- das himalaja-gebirge ist ja aus der konfrontation der beiden platten entstanden, und da ist natrium-muriaticum, das salz, nach der münchner rhythmenlehre die homöopathische entsprechung für saturn-uranus, die konstellation des bruchs der unvereinbarkeit - 

 

- das würde jedenfalls bedeuten, dass das land und die bevökerung des tales von katmandu, vor der absolutistischen vereinheitlichung durch könig shah,  noch nicht  wie eine yamswurzel, eingeklemmt zwischen zwei felsen war. das schicksal in gestalt von diversion und gelebten konflikten war eher zugelassen. - 

 

- auch die alpen sind ein faltengebirge, nach der geologischen legende  im gleichen prozess wie der himalaja entstanden, als folge der kollision tektonischer platten, die sich nach norden schieben.-

 

-vielleicht ist die alpine schweiz deswegen föderativer, als andere länder organisiert.-

 

- die afrikanische platte drückt gegen italien, das soll der Grund für die Erdbeben sein, von denen Italien in jüngster Zeit heimgesucht wird.-

 

- vielleicht hat Europa Afrika verdrängt. Europäische Agrarprodukte, billiger als afrikanische Bauern sie auch nur für den Eigenverbrauch anbauen können und von keinerlei Einfuhrzöllen behindert. So die Erpressung. Sie zerstören die afrikanische Agrarwirtschaft seit Jahrzehnten. freilich nur ein Beispiel. Insgesamt können die  afrikanischen Länder mit der europäischen Wirtschaft und Industrie nicht mithalten. Die Erpressung zum Freihandel, 2014 vertraglich konstatiert,  durch den europäische Güter zollfrei nach Afrika einströmen, gefährdet die dort bestehenden, sehr viel schwächeren Industrien, wie auch die Landwirtschaft in fundamentaler Weise. Das sind rücksichtslose Knebelverträge, den Anschein eines fairen wirtschaftlichen Austauschs erweckend.

Eine wirtschaftlich-konkurenzfähige Entwicklung kann aber im offenen wettbewerb mit europa gar nicht erst aufkommen. -

 

-Die sogenannte Entwicklungshilfe erweist sich darin einmal mehr als Diebstahl an der Krise, mit der die Bevölkerung des Kontinents nicht zur Eigenentwicklung kommen kann,-

 

-das Erdbeben als Rächer Afrikas.-

 

-die Dorfbewohner in den Gemeinden des Apennin tragen die geringste Schuld an der Situation.-

 

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