Der Raum der Technik 

 

 

Der Raum ergibt sich aus der Gestalt des Gewachsenen, aus der Beziehung zum Gegenüber. 

 

Was ist mit den Dingen, die nicht gewachsen sind, die keine Zeit haben und doch Raum einnehmen?

 

Sie müssen vom Raum der anderen, der gewachsenen Dinge existieren, diesen verbrauchend.

 

Das ist der Hunger, von dem F.G. Jünger schreibt, den die Technik hinterlässt. Sie schafft Enge.

 

Tatsächlich wird der Raum enger, die Zeit knapper.

Waschmaschinen werden hergestellt, um Zeit zu sparen. Aber die Zeit, die mit Waschen verbracht wird, und die Menge der Wäsche und der Kleidung, die produziert wird, scheinen zuzunehmen, seit es Waschmaschinen gibt.

Der Hunger ist nicht zu sättigen.

 

Ein Zimmer, in dem ein gutes Möbelstück steht, wird größer. Die Gestalt schafft den Raum des Gegenübers.

Auch ein Hof, in dem ein Baum steht, wirkt größer und weiter.

Jeder kennt die Erfahrung beim Umzug, wenn er sich wundert, wie klein die leergeräumte Wohnung erscheint, obwohl doch mehr Platz sein sollte.

 

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(C) Herbert Weiler 2015