Der Nacktmull-Staat

 

 

 

Der Nacktmull lebt in Kolonien unter der Erde in den Halbwüsten im Osten Afrikas.  Er ist das einzige Säugetier, dessen Vertreter einen Staat bilden ähnlich den Insektenstaaten der Termiten, Bienen oder Ameisen.

 

Wie die Sozialsysteme der Insekten stellen auch die Staaten der Nacktmulle einen matriarchalischen Zentralstaat dar, an dessen Spitze die Königin steht, ein Weibchen, das auch im Falle der Nacktmulle als einziges geschlechtsreif ist. Bei allen anderen Weibchen des Kollektivs bleibt die Geschlechtlichkeit hormonell unterdrückt, sie stellen geschlechtsneutrale Arbeiter dar. Ebenso verhält es sich bei den Männchen, nur einige wenige ausgesuchte männliche Vertreter dürfen die Königin begatten, woraufhin diese nach der Paarungsphase jedoch rapide altern und sterben.

Der Nacktmull ist nahezu blind, hat keine Haare, daher der Name, und gräbt mit seinen großen Grabzähnen, die ein Leben lang nachwachsen, weitverzweigte unterirdische Gänge in den harten Wüstenboden seiner ostafrikanischen Heimat.    >>

Nachdem er entdeckt worden war, nannte ihn der britische Naturforscher Wallace an extraordinarily ugly species.            

 

Das Königinweibchen, das erheblich größer und vor allem länger ist als die anderen Mulle, ist sehr aggressiv und beißt immer wieder die zu seiner Pflege abgestellten Geschlechtsgenossinnen in seiner Nähe. Diese ständige Bedrohung soll, so eine Theorie zur Erklärung, verantwortlich sein, für die hormonelle Verhinderung der Geschlechtsreife bei den anderen Weibchen.

Ein besonderes Merkmal der Nacktmulle stellt ihr mangelndes Schmerzempfinden dar: zwar registrieren sie Stiche und andere Verletzungen, nehmen diese aber weniger oder gar nicht als schmerzhaft wahr.

Die Grabarbeit in den Gängen ähnelt der Koordination eines Fließbandbetriebs: Der Auswurf der grabenden Arbeiter wird an die hinteren weiter gereicht und so fort um schließlich vom letzten an die Oberfläche geworfen zu werden. Es gibt Ammen, Arbeiter und Soldaten, je nach Lebensphase.

In den tiefen unterirdischen Gängen des Nacktmull-Staats ist der Sauerstoffgehalt gering. Die Mulle gleichen den Mangel aus, indem ihr Blut besonders viel Sauerstoff anreichert. Auch muss der Nacktmull nicht trinken, seine Nieren sind sehr effektiv und es genügt das Wasser, dass er der pflanzlichen Nahrung entnimmt. Da diese Nahrung wenig Nährstoffe enthält, hilft ihm eine spezielle Darmflora, die Zellstoffe der Pflanzen aufzuspalten.

Bei all dem wundert es, dass der Nacktmull mit bis zu 28 Jahren sehr alt wird im Vergleich zu anderen Nagetieren von ähnlicher Größe, wie es bei Wikipedia heißt.

 

Anders als im Falle der Insektenstaaten, die letztlich auch als ein Organismus betrachtet werden können und bei denen das Kastensystem sich gleichsam wie von selber entwickelt und vorgegeben scheint, fällt beim Nacktmull-Staat der kollektive Zwang und die aktive Unterdrückung der geschlechtlichen Entwicklung der Individuen, zum Zwecke der Staatserhaltung ins Auge.

 

 

Entdeckt und der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde der Nacktmull durch den deutschen Naturforscher Eduard Rüppell. Seine erste Beschreibung der zuvor unbekannten Tiere aus der äthiopischen Region Schoa wurde im Jahre 1842 den zoologischen Fachkreisen präsentiert. Heterocephalus glaber lautete fortan der wissenschaftliche Name.

Eduard Rüppell wurde am 20. November des Jahres 1794 in Frankfurt am Main geboren.

 

Sein Mittagshoroskop zeigt einen Aufgang auf 27, 1 Grad Steinbock mit einem Sonnenstand von 28, 4 Grad Skorpion auf der Himmelsmitte.

Wiewohl eine Reihe von Tiergattungen und Pflanzenarten nach Eduard Rüppell benannt sind, wurde er bekannt durch die Veröffentlichung seiner Erstbeschreibung des Nacktmulls.

Er war zu diesem Zeitpunkt 48 Jahre alt und überschritt damit im Siebener-Rhythmus die Achse des sechsten Hauses auf 4 Grad Krebs.

Da der Mond in Konjunktion mit Neptun direkt auf der Achse des neunten Hauses steht, ist die Mond-Neptun-Konjunktion mit dem ihr entsprechenden Thema der Geschlechtsangst und der geschlechtlichen Unterdrückung unmittelbar mit 48 bei Wechsel des Sieben-Jahres-Rhythmus ausgelöst. Ohnehin noch verstärkt durch die Mond-Neptun-Charakteristik von 4 Grad Krebs.

 

Da der Krebs Haus Sieben beherrscht und der Löwe dort eingeschlossen ist, wird hier gleichsam das Bild der geschlechtlichen Unterdrückung öffentlich. Dies anhand des Nacktmull-Staats, in dem Männchen und Weibchen in geschlechtlicher Neutralität als Arbeiter fungieren, mit einer Matriarchin an der Spitze, die als Einzige Nachkommen zur Welt bringt und die bissig die Weibchen in ihrer Nähe bedroht und in Unterwerfung hält. Dies um des Staates willen, der hier mit Sonne am MC und Saturn am IC im Stier und dem Pluto im Quadrat als Ägyptische Gefangenschaft, als Regelungszwang im Dienste des Kollektivs angezeigt ist. Münchner Rhythmenlehre

 

Das Bild, das Rüppells Entdeckung der Nacktmull-Staaten in der Zeit der industriellen Gründerphase vermittelte. ist das des Industriestaates, nicht zuletzt angesichts der koordinierten Grabtätigkeit der Tiere, die wie Fließbandarbeit anmutet.

 

 

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- das hohe alter der nacktmulle soll im zusammenhang mit ihrer speziellen darmflora stehen. man will gewisse übereinstimmungen festgestellt haben mit der darmflora der über hundertjährigen auf der insel okinawa, deren bewohner für ihr hohes alter bekannt sind.

auch soll der nacktmull selten an krebs erkranken.

 

- in rüppels mittagshoroskop steht der mars auf dem aszendenten, er wandert also immer mit.

die mond-neptun- auslösung mit 48 löst daher nicht nur sonne-saturn-pluto mit aus, da diese im spiegel stehen und ebenfalls auf der häuserachse,  sondern auch der mars ist dabei. das wirft einen verschärften blick, auf  die verhaltnisse im nacktmullstaatzeit,  es muss dort viel schwelenden ärger geben.

 

- das bild bestätigt die anschaulichkeit des mittagshoroskop, gerade bei personen, deren name mit einer entdeckung, einer neuerung oder einer strasse verbunden ist.

 

- rüppells entdeckung der nacktmulle mit ihrer rüpelhaften königin und ihrer insektenstaatartigen sozialisation wurde zunachst bezweifelt. man hielt die nackten mulle für noch haarlose neugeborene einer anderen nagetierspezies. zu unwahrscheinlich erschien die existenz dieses tieres.

 

- noch vor jahrzehnten war der nacktmull und sein staatsgebilde ausserhalb der fachwelt kaum bekannt. in den 1980er jahren brachte eine wochenzeitung einen ganzseitigen bericht mit fotos,  eine erzählung über eine kuriosität, damals.

 

- heute ist der nacktmull im internet in ähnlicher weise publik wie etwa cordyceps >>, der ameisen-zombie-pilz, eine andere zoologische erzählung, der, wie auch der nacktmull, auf mannigfaltige weise eingang in die popkultur gefunden hat.

                               

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