- Dies ganz konkret, wenn, etwa unter der forcierten Ansteckungsangst in der Corona-Krise, Begegnung nur noch über Bildschirme und digitale Medien möglich gemacht werden soll. Es versteht sich von selber, dass diese Politik von den solcherart favorisierten Medien unterstützt, wenn nicht mit initialisiert wird. Landgericht untersagt Zusammenarbeit des Bundesgesundheitsministeriums mit Google bei Gesundheitsportal. >>  

 

- Nur so wird es möglich, den Menschen eine mediale Parallelwelt zu oktroyieren, die mit ihrer erlebten Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Damit aber wird das Massenmedium zum eigentlich Bestimmenden.

 

- Letztlich bleibt: Ohne Medien wüsste niemand von der Existenz einer Pandemie. 

 

- Der Wahn der politischen Instanzen und der Medien wird dabei keineswegs, wie von einzelnen Kritikern unterstellt, von einer Regelungswut und einem Machtrausch der einzelnen Personen getragen. Wenn bei einer derartigen Gelegenheit Gremien und deren Vertreter bestrebt sind ihre Bedeutung hervorzuheben, geschieht dies nur im Fahrwasser einer Entwicklung, die letztlich apersonale Gründe hat, indem sie von einer Mechanik eines Staats ausgeht, in dem Eigennutz und Machtgier durch Regelung gebändigt werden sollen. Die Regelung, die damit als das letztlich Bestimmende des Gemeinwesens gilt, muß sich zwangsläufig verselbständigen und zum Regelungzwang werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einer der Kritiker Lockes, wie auch der Französischen Aufklärung und Revolution, Joseph de Maistre, den der Autor Michel Houellebecq zitierte >,  glaubte nicht an die Freiheit des Einzelnen in einem Staat, der auf der Grundlage eines subjektivistischen Pragmatismus basiert. Er prognostizierte einen Zwang dem der Einzelne ausgesetzt sei, wenn der Rationalismus zum Imperativ des Kollektivs würde, nicht geringer als in der von ihm verteidigten Monarchie, sondern letztlich rigider; einen Sachzwang der Verwaltungsorgane und eine Herrschaft der Meinungsmedien,

 

Demokratie hielt er nur in Verbänden für möglich, in denen mehr oder weniger jeder einen jeden persönlich kennt und daher ein jeder weiß, mit wem er es zu tun hat. Politisch-ideologische Heilsverkünder und Charismatiker können hierbei kaum gedeihen.  

Ein gewachsenes, föderalistisches Gemeinwesen, ein Verband aus Verbänden,  wie er bei der Entstehung der Demokratie in der griechischen Polis bestand, könnte dies eher gewährleisten. 

 

Möglicherweise ist dies der Grund, warum das isländische Althing das älteste bestehende Parlament darstellt: bei einer Landesbevölkerung deren Zahl heute die einer kleineren deutschen Großstadt nicht übersteigt, ist das politische Geschehen weitgehend von der persönlichen Bekanntschaft getragen. 

 

Der österreichische Schriftsteller Josph Roth setzte sich in den 1930er Jahren aus ähnlichen Gründen für die Wiedereinführung der Monarchie unter Otto von Habsburg ein. Eine Monarchie erschien ihm, eher als eine Republik, immun gegen den Nationalsozialismus zu sein und in der Lage, den befürchteten Anschluß Österreichs an den deutschen NS-Staat abzuwenden.

 

  Der Rundfunk stellt die Besetzung des Uranus, des Ursprungs der Gestalt des Einzelnen und seiner Gegenwart  durch die Vereinheitlichung des Gemeinschaftlichen, dar. Er besetzt das Dazwischen. Er oktroyiert die Scheinbegegnung der Massenveranstaltung und verdrängt die Polarität der gewachsenen Ich-Du-Beziehung der Individuen. Er ist das Mittel des Industriestaats, der darauf angewiesen ist, den Menschen zu isolieren. (Romano Guardini)

 

- Es ist die Ursprungslosigkeit der Rundfunkmedien, die diese stets für die Aufhebung von Polarität und die Neutralisierung des Gewachsenen plädieren lässt.

 

- So erklärt sich das einhellige Agieren wenn es um die Aufhebung der Polaritäten oder der gewachsenen Strukturen und ihrer Örtlichkeit geht.

Es ist der Konflikt zwischen dem Zwang zur Vereinheitlichung und der Eigengesetzlichkeit föderativer Verbände.

 

- Das Konzept des Rundfunks forciert die Vereinheitlichung im Sinne eines letztlich totalitären Verhältnisses von Staat und technokratischer Massengesellschaft.

 

- Es ist den Massenmedien inhärent, dass sie den Ursprung der Begegnung des Einzelnen und damit der Gegenwart verdrängen müssen.

 

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 Der Äther  wird mitunter als poetisch-euphemistischer Begriff für das Medium der elektromagnetischen Informationsübertragung hergenommen. Tatsächlich kennzeichnet sich hier die Besetzung des Äthers.

 

Bei Aristoteles ist er das Fünfte Element, das des Geistes, in der griechischen Mythologie der Bereich des Lichtes und der Götter.

Es ist die Peripherie und das Dazwischen. Jener Bereich, in dem der Rundfunk sich und seine Rezipienten wähnt. So, wenn stets versichert wird, dass Reporter und Ansprechpartner gleichsam unten, vor Ort seien. 

Der Rundfunk stellt eine Okkupation des Wassermann-Prinzips durch das Kollektiv dar. Er besetzt das Dazwischen. Er oktroyiert die Scheinbegegnung der Massenveranstaltung und verdrängt die Polarität der gewachsenen Ich-Du-Beziehung der Individuen. Er ist das Mittel des Industriestaats, der darauf angewiesen ist, den Menschen zu isolieren. (Guardini)

 

Es ist die Ursprungslosigkeit der Okkupation des Wassermann-Prinzips, der Besetzung des Äthers, der Medienvertreter in der Regel für die Aufhebung von Polarität und Örtlichkeit des Gewachsenen plädieren läßt - Ursprungslosigkeit als Ideologie übertragend. Eine Massenveranstaltung, die nicht zugleich den Ursprung der Begegnung des Einzelnen und damit der Gegenwart verdrängt, ist nicht denkbar.

 

 Ein hebräischer Wortlaut des Vaterunsers mit Interlinearübersetzung findet sich in der vollständigen Version des Textes unter dem Titel "Papst Franziskus und das Vaterunser" in der Buchausgabe >>