- Einige nach Beginn der Corona-Krise, in deren Verlauf es zu Maßnahmen gekommen war, durch die wegen des Shutdowns etliche Mittelstandshändler in existentielle Not geraten waren, während Online-Händler wie Amazon enorme Zuwachsraten verzeichnen konnten, wie insgesamt die Internet-Konzerne, wegen der Kontaktbeschränkungen und dem damit erzwungenen Ausweichen auf digitale Kommunikation, hatte der deutsche Gesundheitsminister zur Pressekonferenz geladen.

Zusammen mit dem Leiter der Deutschland-  eigentlich Zentraleuropa-Sektion des Suchmaschinenkonzerns Google sollte die Einrichtung einer künftigen Kooperation zwischen dem kalifornischen Internetriesen und dem deutschen Gesundheitsministerium verkündet werden: Die Suchmaschine würde bei gesundheitlichen Suchanfragen außer Konkurrenz und vor allen anderen Ergebnissen eine sogenannte Infobox präsentieren, die direkt zu den staatlichen Verlautbarungen und Informationen zum Thema leiten würde. 

 

- Nicht nur die Zeitungen äußerten ihren Unmut über diese einschlägige Allianz, auch andere nicht-staatliche Gesundheitsportale beklagten einen unfairen Wettbewerb. Dies führte schließlich zu einer Klage, die im darauffolgenden Frühjahr einen richterlichen Beschluß nach sich zog, der die Kooperation untersagte.  Das Gericht machte geltend, die vertragliche Bevorzugung des behördlichen Gesundheitsportals durch Google führe zu einer "Verdrängung der seriösen privaten Gesundheitsportale". Vor allem sei damit eine "Reduzierung der Medien- und Meinungsvielfalt" verbunden. >>

 

 

 

Pressekonferenz zur Kooperation von Gesundheitsministerium und Google

10. November 2020, 10:00 Uhr, Berlin